Bewegungsapparat

Die amerikanische Chiropraktik setzt an den Fehlstellungen der Gelenke an – und viele Patienten berichten, dass sich damit auch die daraus resultierenden Beschwerden im Alltag deutlich verbessern können.

In erster Linie geht es dabei um Beschwerden des Bewegungsapparates wie Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, ISG-Blockaden oder Probleme der Extremitäten wie Golferellenbogen, Tennisarm oder Knieprobleme. Auch bei degenerativen Veränderungen wie Arthrose setzen viele Patienten begleitend auf chiropraktische Betreuung, um im Alltag beweglicher zu bleiben.

Da die Chiropraktik in Deutschland noch nicht so etabliert ist, sind wir häufig nicht die erste, sondern eher eine späte Anlaufstelle – entsprechend sehen wir oft auch fortgeschrittenere Beschwerdebilder wie Hexenschuss, Wirbelgleiten oder einen akuten Bandscheibenvorfall.

Auch hier kann eine chiropraktische Betreuung – immer in Abstimmung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt – spürbar zur Beschwerdefreiheit im Alltag beitragen.

Fehlhaltung

Da die amerikanische Chiropraktik an Fehlstellungen der Gelenke ansetzt, wird sie häufig auch bei Fehlhaltungen begleitend eingesetzt.

Bei Skoliose, insbesondere im Kindesalter, kann eine frühzeitig begonnene und kontinuierlich begleitete chiropraktische Betreuung Teil eines unterstützenden Behandlungskonzepts sein – wichtig ist dabei die enge Abstimmung mit der orthopädischen bzw. kinderärztlichen Behandlung. Wie sich der individuelle Verlauf entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal vorhersagen.

Auch bei anderen Themen wie Rundrücken, Hüftdysplasie oder den weit verbreiteten X- bzw. O-Beinen wird Chiropraktik von manchen Familien begleitend genutzt – stets ergänzend zur ärztlichen Betreuung und nicht als deren Ersatz.

Grundsätzlich gilt: Je früher eine Fehlhaltung angegangen wird, desto mehr Spielraum besteht in der Regel. Auch nach Schluss der Wachstumsfugen (etwa ab dem 19. Lebensjahr) kann chiropraktische Betreuung noch sinnvoll sein, wobei die Erfahrung zeigt, dass eine Begleitung vor dem 10. Lebensjahr oft die meisten Ansatzpunkte bietet.

Nervensystem

Zu guter Letzt sei darauf hingewiesen, dass der Chiropraktiker nicht nur die Gelenke, sondern vor allem das darunterliegende Nervensystem justiert – und damit auch die Systeme, die diesem Nervensystem unterliegen.

Dadurch erweitert sich das ohnehin breite Anwendungsgebiet der Chiropraktik um ein Feld, das auf den ersten Blick wenig mit dem Bewegungsapparat zu tun zu haben scheint: Viele Patienten berichten von einer positiven Wirkung auf Kopfschmerzen und migräneartige Beschwerden, Schwindelgefühle oder Tinnitus, wenn die chiropraktische Betreuung begleitend zur schulmedizinischen Behandlung erfolgt.

Chiropraktik versteht sich dabei stets als Ergänzung – nicht als Ersatz – zur ärztlichen bzw. neurologischen Behandlung.

Vereinbaren Sie doch einfach mal einen Termin und überzeugen sich selbst.